06.12.2017

Druck mit flexiblen Materialien

Laufend optimiert und testet HAGE3D neue Materialien um die Druckqualität zu verbessern und den Kunden neue Drucksettings zur Verfügung zu stellen. Derzeit stehen flexible Materialien im Fokus, wobei sich Arnitel® ID von NEXEO als besonders geeignet erwiesen hat.

ArnitelID - Druck flexibler Materialien

Arnitel® ID

Druck von flexiblen Materialien mit erstem biologischen Thermoplast

Arnitel® ID ist ein flexibles thermoplastisches Copolyster Elastom (TPC). Mit einem Anteil von 50 % erneuerbarer Materialien ist es das weltweit erste flexible, biologische Thermoplast, wofür es 2011 mit dem silbernen Cradle to Cradle Certified™ ausgezeichnet wurde.

Eine der Hauptunannehmlichkeit in der Verwendung flexibler Polymere ist, dass sich diese auf dem Weg zum Hot-End leicht verbiegen und während dem Druck beschädigt werden. Die Folge ist eine Verhärtung des Filaments, was folglich den Druckprozess unterbricht. Um ein Verbiegen zu verhindern, ist vor allem auf die korrekte Vorschubkraft, die auf das Filament einwirkt zu achten. Um diese zu reduzieren bzw. anzupassen, kann unter anderem der Massedruck in der Düse verringert werden. Dafür sind folgende Druckeigenschaften zu verändern:

  • Verringerung der Druckgeschwindigkeit
  • Erhöhung der Filament-Temperatur
  • Vergrößerung des Durchmessers der Druckdüse


Die Oberflächenreibung bei flexiblen Materialien ist generell höher als bei steifen Materialien, welche derzeit hauptsächlich im 3D-Druck im Einsatz sind. Im Vergleich zu anderen flexiblen Materialien hat Arnitel® ID eine signifikant geringere Reibung, ohne dabei die Haftung zu beeinträchtigen. Einer der vielen Vorteile von Arnitel® ID ist seine Wärmebeständigkeit (125°). Diese ermöglicht den Einsatz von Bauteilen unter Bedingungen, denen herkömmliches PLA nicht standhält. Die benötigten Extruder Temperaturen der beiden Polymere sind dabei sehr ähnlich, dadurch ist ein Umstieg von PLA auf Arnitel® ID einfach realisierbar. Mit der Verwendung von Arnitel® ID kann auch die Druckgeschwindigkeit optimiert werden, während die Integrität zwischen den Schichten bewahrt wird. Dabei werden Geschwindigkeiten bis zu 60 mm/s erreicht, was mehr als zweimal so schnell ist als mit TPU.